Englisch

Die in Kanada am meisten gesprochene Sprache ist Englisch. Dies geht auf die britische Besatzungsmacht zurück, die die Franzosen zur Minderheit machte. Auch die bis heute enge Verknüpfung Kanadas mit Großbritannien ist Grund für die Dominanz der englischen Sprache.

Wie die Franzosen erkundeten auch die Briten vor circa 400 Jahren den nordamerikanischen Kontinent. Sie durchquerten Wasserstraßen und errichteten Forts. Der Hudson Bay und die Atlantikküste, das heutige New England, das zum nordöstlichen Teil der USA gehört, waren vornehmlich britisches Territorium. Reiche Fischgründe und Pelztiere gehörten zu den Entdeckungen der Franzosen und Briten.

Anfang des 17. Jahrhunderts entstanden schließlich die ersten britischen und französischen Siedlungen. Handel und Besiedlung der beiden Kolonialmächte breiteten sich stetig aus, so dass es zwangsläufig zur bitteren Rivalität kommen musste. Im Jahre 1759 hatte Frankreich die Niederlage gegen England in der Schlacht auf den Plains of Abraham in Québec zu ertragen. Die für Frankreich traurige Bilanz des Friedensvertrages von Paris im Jahre 1763 war der Verlust all ihrer Gebiete (außer der Inseln St.Pierre und Miquelon vor Newfoundland) östlich des Mississippi, die den Briten zufielen.

65.000 französischsprachige Kanadier standen nun unter britischer Herrschaft. Der Québec Act jedoch sicherte offiziell das französische Zivilrecht und das Recht auf freie Religionsausübung.

Kanada und Großbritannien sind, wie bereits oben erwähnt, aufgrund der damaligen britischen Besatzung im Land des Ahornblattes heute eng miteinander verknüpft. Als Mitglied des Commonwealth ist Kanada zudem Großbritanniens drittgrößter Handelspartner. Außerdem hat das Land gleich nach der großen Anzahl US-amerikanischer Besucher die meisten britischen Touristen vorzuweisen.